NDR-Fernsehen berichtet über Osteoporose-Studie mit Trampolinen
Trampolinspringen - nicht nur für junge Hüpfer
Mit einer ungewöhnlichen Sportart wollen Ärzte
versuchen, dem Knochenschwund (Osteoporose) bei älteren Menschen
vorzubeugen: Trampolin-Springen. In einer Studie untersuchen die Ärzte,
ob sich Trampolinspringen positiv auf die Knochengesundheit auswirkt.
Hüpfen gilt als gutes Herz-Kreislauftraining
und fördert den Stoffwechsel. Bänder, Gelenke, Bandscheiben und Knochen
werden dadurch besser mit Nährstoffen versorgt und gestärkt.
Bei allen Studienteilnehmern wurde vor Beginn
des Trampolintrainings die Knochendichte per Computertomographie
gemessen. Medikamente gegen Osteoporose durften sie während der Studie
nicht einnehmen, um das Ergebnis nicht zu verfälschen.
Wie das Hüpfen auf dem Trampolin funktioniert,
lernten alle Teilnehmer gemeinsam: Zunächst sollten sie langsam
beginnen, anfangs nur wenige Minuten.
Wichtig ist das behutsame Auf- und Absteigen
und das Pausieren bei Schwindelsymptomen. Schwindel ist am Anfang ganz
normal, der Körper muss sich erst an das Schwingen und Springen
gewöhnen.
Während der Studie nutzen alle Teilnehmer ihr
Trampolin drei Mal täglich zehn Minuten lang. Die bisherigen
Erfahrungen sind überzeugend: Die Senioren fühlen sich belastbarer,
können ihr Gleichgewicht besser halten und haben weniger Schmerzen in
den Gelenken.
Ihre Knochendichte blieb auch ohne Medikamente
stabil und die Wahrscheinlichkeit für Stürze und Knochenbrüche sank
durch die Verbesserung von Reflexen und Koordination.
Interviewpartner im Beitrag:
Joachim Schulz
Arzt für Allgemeinmedizin,
Naturheilverfahren, Ernährungsmedizin, Badearzt
Bahnhofstraße 48
23714 Bad Malente
Text entnommen aus NDR-Homepage (
Quelle)
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